Wann: 27.10. – 04.11.2025
Was: Marrakesch mit Markus.
Hintergrund
Generell haben Markus und ich ja recht verschiedene Präferenzen, was unsere bevorzugten Reiseziele anbelangt. Aber irgendwie schaffen wir es (zum Glück!) trotzdem zumindest einmal im Jahr auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Diesmal war es Marokko bzw. genaugenommen Marrakesch.
Trip
TAG 1 - ANREISE & ERSTE EINDRÜCKE VON MARRAKESCH Überraschenderweise war es diesmal günstiger ab München (statt ab Frankfurt) zu fliegen und auch die Flugzeiten waren besser. Per Uber ging es also um 6 Uhr morgens von mir zu Markus und dann zum Flughafen. Abgehoben Richtung Marrakesch sind wir ca. 45 Min. später als geplant (also gegen 9:45 Uhr), aber egal: Wir waren ja nicht auf der Flucht, sondern auf dem Weg in den Urlaub ;o). Der Rest von Tag 1 sah dann wie folgt aus: → #1: Check-In in unserem Riad (https://palaciodelasespecias.com), wo uns auf der schön gestalteten Dachterrasse erstmal Minztee und Kekse serviert wurden und uns ein Angestellter des Riads anhand eines Stadtplans ein paar Empfehlungen in Sachen Sehenswürdigkeiten und Restaurants gab. → #2: Frühes, sehr leckeres Abendessen im nahe des Riads gelegenen Taj Medina. → #3: Schlendern über den Djemaa el Fna (zentraler Marktplatz und Touristenmagnet) und Bestaunen des abendlichen Treiben dort. → #4: Leckere Mocktails trinken im Zeitoun Café. → #5: Den Abend auf der Dachterrasse unseres Riads gemütlich ausklingen lassen. TAG 2 - MARRAKESCH → #1: Großartiges und umfangreiches Frühstück (individuell, kein Buffet!) in unserem Riad → #2: Free Walking Tour (mit Guide Ismael): Knappe 3 Stunden durch die Altstadt (Medina), in der man sich ohne Guide zwangsläufig verläuft. → #3: Mittagessen (Tajine) im Cafe de France am El Fna. → #4: Besuch des Bahia Palasts. → #5: Besuch der jüdischen Synagoge und des jüdischen Friedhofs [siehe auch hier] → #6: Abendessen in der Kosybar und dann den Abend auf der Dachterrasse unseres Riads gemütlich ausklingen lassen. Mein Highlight des Tages: Schwer zu sagen. Wir sind zwar an diesem Tag echt viel gelatscht (knapp 20 km), aber ich bereuhe nichts und würde alles (#2, #4, #5) empfehlen. TAG 3 - ESSAOUIRA Heute ging es (per GetYourGuide) ins gut 180 km westlich von Marrakesch gelegene Essaouira. Am Atlantik gelegen, gilt Essaouira als (Kite-)Surfer-Hotspot. Neben den Stränden/Surfern, sollte man sich aber auch die historische Medina (UNESCO-Weltkulturerbe), die Stadtmauern (City Walls) und die Festungsanlage (Skala du Port) nicht entgehen lassen. Für alle, die keine Angst vor Seemöwen haben, ist auch der Hafen definitiv einen Besuch wert – v.a. wenn die Fischer dort (nachmittags) ihre frischen Fänge verkaufen (und es dort vor Seemöwen nur so wimmelt). Zurück in Marrakesch haben wir abends im kleinen, aber feinen und immer gut besuchtem Nakoul Mzian (zwischen unserem Riad und El Fna) sehr lecker gegessen und dann den Abend – wie so oft – gemütlich auf der Dachterrasse unseres Riads ausklingen lassen. Kurz und knapp: Ein Tagesausflug nach Essaouira lohnt sich! TAG 4 - OUZOUD Auch an Tag 4 hatten wir einen Tagesausflug (per GetYourGuide) gebucht. Heute ging es zu den Ouzoud Wasserfällen. Nach ca. 3 Stunden Fahrt waren wir endlich vor Ort und die geführte Tour konnte beginnen. Leider haben Markus und ich dann gleich zu Beginn unsere Gruppe und den Guide Yussef verloren. Wir irrten also erstmal ein wenig alleine rum, entschlossen uns dann aber doch telefonisch mit GetYourGuide Kontakt aufzunehmen. Schließlich meldete sich ein anderer Yussef bei uns und wir schlossen uns seiner Gruppe an. Im Urzeigersinn ging es erstmal, an etlichen kleinen Läden vorbei, und über zich Stufen hinunter zum Fuße der wirklich schönen Wasserfälle (die nebenbei zu den höchsten Afrikas gehören). Dort gab es dann (im einzigen Restaurant da unten) Mittagessen – mit tollem Blick auf die Wasserfälle. Danach wurden wir mit einem Ruderboot direkt an die Wasserfälle gefahren – ein bissl wie der Klassiker an den Niagarafällen, nur viel kleiner ;o) Letzter Teil des Trips war dann der ehrlich gesagt doch ziemlich beschwerliche Aufstieg auf der anderen Seite der Wasserfälle. Yussef (#2) hat das aber super gemacht und immer wieder kurze Pausen eingelegt. Als wir fast oben waren, gab es dann noch einen recht ausgieben Stopp in einem Berberdorf, wo uns mal wieder gezeigt wurde, wie man Arganöl herstellt und wir leckeren Minztee serviert bekommen haben. Zurück in Marrakesch waren wir – auch Dank Stau – erst relativ spät, so dass wir uns in Sachen Abendessen für ein Restaurant in der Nähe entschieden haben und im Nessma gelandet sind. Kurz und knapp: Auch wenn ich etwas angesäuert war, weil Yussef (#1) es nicht geschafft hat seine Truppe zusammenzuhalten – man hätte ja am Anfang zumindest mal durchzählen können! -, würde ich diesen Tagestripp zu 100% empfehlen. TAG 5 - MARRAKESCH Heute hatten wir uns weniger vorgenommen und blieben in Marrakesch. Also hieß es erstmal ausschlafen und gemütlich und ausgiebig im Riad frühstücken. Für 13:30 Uhr hatten wir Tickets für den Jardin Majorelle gebucht. Dass wir das schon Tage im Voraus getan hatten war gut. Der Andrang dort ist – trotz des stolzen Eintrittspreises von über 30€ für Garten und Yves Saint Lorent Museum – Wahnsinn. Obwohl wir ja schon Tickets hatten betraten wir den Garten erst so gegen 14 Uhr. 3 Stunden später waren wir dann durch Garten und Museum durch und schlenderten weiter Richtung Neustadt (Gueliz). Von dort ging es über den imposanten Boulevard Mohamed V (die Hauptstraße, die Alt- und Neustadt verbindet) zurück in die Medina. Eigentlich wollten wir auch noch einen Abstecher in den Cyberpark machen, aber dafür waren wir leider zu spät dran. Also beschlossen wir uns wieder mal eine nette Dachterasse fürs Abendessen zu suchen und landeten diesmal im Manzah (direkt bei der Koutoubia-Moschee). TAG 6 - MITTELÄGYPTEN Von Minya aus ging es heute zu den → #1: Felsengräbern von Beni Hassan (2200 – 1600 v. Chr.): Höhlengräber für Regierungsbeamte und Eliten → #2: Katakomben von Tuna El Gebel: Hier fanden Münchner Archäologen ab den 1970er Jahren zahlreiche Mumien von Ibissen und Pavianen Mein Highlight des Tages: Landschaftlich fand ich beides super – wenn auch bzw. obwohl sehr karg und “irgendwo im nirgendwo” gelegen. Die Felsengräber haben mich aber insgesamt mehr beeindruckt als die Katakomben. TAG 7 - DER KETZERKÖNIG VON TEL EL-AMARNA Die alten Ägypter verehrten viele Götter. Unter Pharao Echnaton war es nur noch einer: Sonnengott Aton. Ihm zu Ehren ließ Echnaton 1350 v. Chr. gut 100 km südlich von Minya eine neue Hauptstadt, Achet-Aton, bauen. Und dorthin (Tel El-Amarna) ging es heute. Besichtigt haben wir hier die Überreste der Paläste von Echnaton und seiner Frau Nofretete, sowie die dortige Nekropole (Felsengräber). Nach dem Mittagessen ging es weiter Richtung Abydos (ca. 300 km südlich von Tel El-Amarna). Leider konnten wir hier nicht die Wüstenstrasse benutzen (den Busfahrer habe ich ganz und gar nicht beneidet) und kamen daher erst nach 19 Uhr in unserem Hotel an. Dann hieß es Zimmer beziehen, Abendessen, ein kurzer Absacker an der Poolbar und ab ins Bett. Anmerkung zum Hotel: Achtung, hier gibt es Katzen. Die machen zwar einen recht gepflegten Eindruck, man trifft sie aber u.a. in der Lobby und sie schlafen abends auf den Stühlen am Pool. In unserem Fall hatte sich eine Katze ins Restaurant “geschlichen”, was bei Teilen unserer Gruppe für großen Unmut sorgte. Meiner Meinung nach unnötig, da das Tier einfach nur am Boden saß (nicht über den Tisch latschte) und hoffte es fällt was zum Essen für sie runter. Mein Highlight des Tages: Mehr über die Zeit unter Echnaton und Nofretete zu erfahren, war interessant, aber die Felsengräber fand ich beeindruckender als die Paläste bzw. was davon heute noch zu sehen ist. TAG 8 - TEMPEL VON ABYDOS UND DENDERA Auch heute waren wir wieder früh auf den Beinen und erreichten (zu Fuß vom Hotel aus) noch vor 8 Uhr unsere erste Station: → #1: Tempel von Abydos: Totentempel des Sethos I, einer der heiligsten und ältesten Orte des alten Ägypten und Zentrum des Osiriskults. Anschließend ging es per Bus weiter (ca. 100 km) am Nil entlang Richtung Süden, zu unserer 2. Station des Tages → #2: Tempel von Dendera: Der Göttin Hathor gewidmet, gilt Dendera als eine der wichtigsten und gehört zu den am besten erhaltenen Tempelstätten in Ägypten. Hier findet man übrigens auch die einzig bekannte Darstellung von Kleopatra VII. (mit ihrem Sohn Cäsarion) Unser finales Ziel hieß Luxor und lag eine gute Stunde Busfahrt südlich von Dendera. Für einen Abend & eine Nacht speisten (Libanesisch) und residierten wir hier (feudal) im Steigenberger Nil. Kurz und knapp: Tolles Hotel & Ambiente, super Essen, etc., aber Smoking und “kleines Schwarzes” kann man getrost daheim lassen. Mein Highlight des Tages: Mir haben beide Tempel wirklich gut gefallen. Müsste ich mich für einen entscheiden, würde ich Dendera wählen. Nicht ohne Grund ist das der Bekanntere 😉 TAG 9 - IN DER TEMPELSTADT KARNAK Heute startete offiziell unsere Nilkreuzfahrt (von Luxor nach Assuan). Aber vor dem Ablegen am folgenden Tag, gab es zunächst nochmal Kultur pur. → #1: Karnak Tempel: Seit der 18. Dynastie (1550-1070 v. Chr.) bauten diverse Pharaonen diesen Tempel des Amun-Re kontinuierlich an und um und versuchten, sich zu übertreffen. Mit 45 ha Fläche ist diese Tempelanlage die größte Ägyptens. Pylonen, Obelisken, Statuen und ein Wald aus 134 Säulen erzählen Geschichten aus der Geschichte. → #2: Luxor Museum: klein aber fein! Anschließend hieß es “Einschiffen” und Mittagessen (sehr lecker) auf der MS Concerto 2. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung, wobei Markus und ich beschlossen, einfach nur ein wenig am Schiffspool zu relaxen. Um 17 Uhr machten wir uns dann auf zur letzten Attraktion des Tages … → #3: Luxor Tempel: Wie der Karnak Tempel, ein absolutes Must-See und entsprechend gut besucht. Der Luxor Temple wurde zur Zeit des Neuen Reichs (1550 bis 1070 v. Chr.) errichtet und war dem Gott Amun, seiner Frau Mut und ihrem Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht. Mein Highlight des Tages: Schwer zu sagen; am heutigen Tag hat mir eigentlich alles sehr gut gefallen! TAG 10 - TAL DER KÖNIGE UND TEMPEL DER HATSCHEPSUT Nach der ersten Nacht in unserem schwimmenden Hotel und einem sehr leckeren Frühstück, setzten wir bei Sonnenaufgang mit einer Art Wassertaxi zum Westufer des Nils über. Unser Vormittagsprogramm sah wie folgt aus: → #1: Tal der Könige: Hier wurden bis heute gut 60 Gräber von Herrschern des Neuen Reichs gefunden. Im Eintrittspreis enthalten ist der Besuch von 3 Gräbern. In unserem Fall waren das die von Tausret und Sethnacht (KV14), Merenptah (KV8) und Ramses IX (KV6). Zusätzlich gönnten Markus und ich uns dann noch einen Blick ins kleine, aber sehenswerte Grab von Tutanchamun (KV62). → #2: Terrassentempel von Hatschepsut: Der komplett aus Kalkstein gebaute Tempel dieser Pharaonin, die von 1479 bis 1458 v. Chr. regierte, ist nicht nur aufgrund seiner Lage inmitten eines riesigen Felsmassivs beeindruckend. → #3: Grab von Ramose: Kleines aber feines, unvollendetes Grab des Adeligen Ramose und seiner Frau Merit-Ptah → #4: Memnon-Kolosse: Diese zwei nebeneinander stehenden Kolossalstatuen aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. sind unübersehbar und definitiv einen Foto-Stop wert. Nach dem Mittagessen an Board der MS Concerto 2, stachen wir dann endlich in See (bzw. “in Fluss”) und genossen den Nachmittag und die vorbeiziehende (grüne) Landschaft vom Oberdeck aus. Mein Highlight des Tages: Das Tal der Könige ist natürlich ein Must-See und auch wirklich einen Besuch wert. Fast noch besser gefallen hat mir aber der Tempel von Hatschepsut. TAG 11 - EDFU UND KOM OMBO Dank einer “Arabischen Nacht”-Party am Vorabend klagten manche in unserer Gruppe heute früh über zu viel “Maria Magdalena” (oder war es “Macarena”!?) und zu wenig Schlaf. Andere, inkl. Markus und mir (die, wie die anderen nicht mitfeierten), konnten das allerdings nicht ganz nachvollziehen – zumal die Party um 23 Uhr endete. Egal, so oder so sah unser heutiges Programm wie folgt aus: → #1 (vormittags): Edfu Tempel: Dieser 237 bis 57 v. Chr. erbaute Tempel gilt als einer der besterhaltenen in Ägypten und war dem Gott Horus (Hüter von Recht und Ordnung, und Sohn von Isis) gewidmet. → #2 (nachmittags): Doppeltempel von Kom Ombo: Erbaut 304 bis 31 v. Chr. wurden hier 2 Gottheiten verehrt: Sobek, der krokodilköpfige Wasser- und Lebensgott, und der falkenköpfige Haröris. Die Bauwerke der Tempelanlage wurden durch Naturgewalten, wie Hochwasser, stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier gibt es übrigens auch ein etwas gewöhnungsbedürftiges, aber nicht uninteressantes Krokodil-Mumien-Museum. Zwischen den beiden Stationen lag übrigens eine recht ausgedehnte “Mittagspause”, in der wir von Edfu nach Kom Ombo schipperten. Die Zeit vertrieben wir uns hier mit Mittagessen, Massage und einem Besuch auf der Brücke inkl. Gespräch mit dem Kapitän unseres Schiffs. Mein Highlight des Tages: Beide Tempel sind sehenswert und gehören zum Standardprogramm einer Nilkreuzfahrt. Dementsprechend wuselig geht es in beiden Anlagen zu, was ich persönlich zwischendurch etwas nervig fand. TAG 12 - INSEL ANGILKIA UND ASSUAN-STAUDAMM In Assuan eingelaufen, stiegen wir heute mal wieder auf ein Wassertaxi um, um auf der Granitinsel Angílkia den Isis-Tempel von Philae zu besichtigen. Ursprünglich stand die Tempelanlage auf der heute überfluteten Insel Philae; wurde aber Ende der 1970er Jahre durch “Umsiedlung” vor dem Versinken gerettet. Auf dem Boot, bot uns ein junger Nubier Armbändchen und sehr lustig ins Deutsche übersetzte Broschüren über die Götter und Könige Ägyptens an. Seine – im Vergleich zu den Verkäufern in Gizeh oder im Tal der Könige – extrem unaufdringliche Art, kam bei unserer Gruppe sehr gut an und alle shoppten fleißig. Zurück auf dem Festland, ging es per Bus zum Assuan-Staudamm, der seit den 1970er Jahren den Nil zum Nassersee aufstaut. Nach dem Mittagessen auf dem Schiff, machten wir zu viert einen Abstecher zu einem nahegelegenen Basar is Assuan, wo wir mal wieder merkten wie penetrant ägyptische Verkäufer sein können. Daher – und wegen der Hitze – blieb es ein kurzer Abstecher. Für den späten Nachmittag war eine Felukefahrt angesetzt, die ich mir allerdings geschenkt habe. Irgendwie war mir mehr nach Pool und Ruhe und weniger nach segeln. Mein Highlight des Tages: Dass ich nachmittags den Pool ganz für mich alleine hatte ;o) TAG 13 - ABU SIMBEL Diese Nacht war definitiv die kürzeste der Reise. Um 5 Uhr hatten wir alle ausgecheckt und saßen mit Sack und Pack im Bus. Nach einem kurzer Halt am nächsten Hotel (Gepäck ausladen), ging es weiter ins knapp 300 km südlich gelegene Abu Simbel. Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter Ramses II. errichtet. Weltweit bekannt ist v.a. der große Tempel zu Ehren Ramses’ II.. Aber auch der kleinere Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, ist absolut sehenswert. Beide Tempel befinden sich nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Um sie vor dem ansteigenden Wasser des Nassersees zu retten, wurden sie zwischen 1963 und 1968 komplett abgetragen und 64 Meter höher wieder aufgebaut. Ca. 8 Stunden Busfahrt für 2 Stunden Besichtigung klingt unverhältnismäßig, aber ich fand, das war es absolut wert! Anmerkung: Eigentlich war Abu Simbel für Tag 14 geplant. Hier hatten sich aber über 400 Busse für die Straße nach Abu Simbel angemeldet. Kurzfristig schmiss unser Reiseleiter die Pläne um, und wir konnten Abu Simbel ziemlich in Ruhe genießen. Vielen Dank, Adel! TAG 14 - ASSUAN Unsere Reise neigte sich langsam dem Ende zu. Aber bevor es zurück nach Kairo ging, erwarteten uns noch: → #1: Der unvollendete Obelisk: Der 42 m lange und über 1000 Tonnen schwere Obelisk wäre der größte der Antike. Gefunden hat man das “Monstrum”, das nicht vollständig vom Felsen, aus dem es geschlagen wurde, getrennt ist, in einer Grube, in der Rosengranit abgebaut wurde. → #2: Das nubische Museum in Assuan: Das 1997 eröffnete Museum ist eine Hommage an die Kultur und den Einfluss Nubiens und der Nubier auf die Geschichte Ägyptens. Besonders gut gefallen hat mir hier ein Modell, das zeigt, wie weit versunken Abu Simbel wäre, hätte man die Tempel nicht versetzt. → #3: Ein Sundowner auf der Terrasse des Old Cataract Hotels: Hierbei handelt es sich um das Hotel, in dem Agatha Christie “Tod auf dem Nil” geschrieben hat. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Nil. Der Mindestverzehr liegt bei knapp 20 Euro, was zwar nicht für einen Cocktail (30 Euro) reicht, aber für 2 leckere Mocktails. Mein Highlight des Tages: Der Sundowner im Old Cataract. Vielen Dank an alle, die dabei waren, und v.a. an Ruth, die uns überhaupt erst auf die Idee gebracht hat! TAG 15 - KAIRO Unser 90-minütiger Flug von Assuan nach Kairo sollte eigentlich um 8:15 Uhr gehen und auf dem Programm dort standen vormittags (#1) die Zitadelle von Saladin und die Muhammas-Ali-Moschee und nachmittags (#2) das Nationalmuseum der ägyptischen Zivilisation. Markus und ich hatten schon am Vortag beschlossen, dass wir das Zivilisationsmuseum sausen lassen und stattdessen ins “Alte Ägyptische Museum” gehen. Da unser Flug nach Kairo verspätet startete und es Freitag war, musste der offizielle Plan leider kurzfristig geändert werden und wir hatten die Wahl zwischen #1 und #2 oder “Altes Ägyptisches Museum”. Die Moschee hätten Markus und ich zwar gerne gesehen – und laut den anderen war die auch echt sehenswert -, aber entschieden haben wir uns letztlich fürs “Alte Ägyptische Museum” und haben es auch nicht bereut! Vorab, Danke an Paola, die das Museum schon unmittelbar vor unserer Rundreise besucht hatte, aber nochmal hin wollte, uns begleitet und wertvolle Tipps gegeben hat. Zum Museum selber: Extrem umfassend und offensichtlich im Umbruch (Umzug diverser Ausstellungsstücke ins neue “Grand Egyptian Museum“); außerdem ziemlich schlecht beschildert, aber trotzdem definitiv einen Besuch wert! Mein Highlight des Tages: Natürlich das Museum, wobei auch die Taxifahrt von dort zum Hotel uns 3en sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird 🙂 TAG 16 - ZURÜCK NACH HAUSE Zwar hatten wir schon am Vorabend unser gemeinsames Abschlussessen (inkl. großes “Dankeschön und Goodbye” an unseren Reisführer, Adel). Die meisten (10) von uns verließen Kairo aber erst heute (Richtung Frankfurt, wo uns unsere Wege dann endgültig trennten). Für Markus und mich ging es dann (per Uber) zurück zu ihm, wo wir den Rest des Abends entspannt vor der Glotze verbracht haben. Tagsdrauf – Danke, Markus für das leckere Frühstück! – hab ich mich dann auf die Autobahn geschwungen und bin zurück nach München gedüst. “Ägypten umfassend” von Studiosus war definitiv eine (Studien-)Reise und kein Urlaub! Zwar war uns das schon vorab klar, aber ich muss gestehen, dass ich das Ganze schon als ziemlich intensiv empfunden habe und nicht sicher bin, ob ich es so nochmal machen bzw. empfehlen würde. 4 von 5 Sternen
Nebenbei: Seine Unterkunft in der Medina zu finden ist gar nicht so einfach. Ohne Hilfe eines netten Einheimischen hätten wir unser Riad sicher ne ganze Weile gesucht.
Nebenbei: Auf dem El Fna muss man wirklich auf der Hut sein. Waren wir auch und sind weder Taschendieben, noch Schlangenbeschörern oder Typen, die einem ihre Affen (oder andere Tiere) für ein Foto in die Arme zu drücken auf den Leim gegangen. Auf dem Rückweg zu unserem Riad, hat es mich dann aber doch erwischt :o( Schwuppdiwupp griff eine Henna-Malerin meinen Arm und pinselte ihn ungefragt in rasanter Geschwindigkeit und mit viel Gelaber vom Ellbogen bis zu den Fingerspitzen voll. Klar, ich hätte einfach meinen Arm wegziehen und gehen sollen, aber die Henna-Tante hat mich (und auch Markus) vollkommen überrumpelt. Am Ende des Tages wollte sie erstmal ca. 40€ für ihr Kunstwerk; schlußendlich bekam sie 15€. Immer noch zuviel, wenn ich bedenke, dass ich bereits am ersten Abend für den Rest des Urlaubs ungewollt “rebrandmarkt” wurde.
Tipp: Google Maps hilft – zumindest meistens 😉
Tipp: Rund um den El Fna gibt es etliche Restaurants mit Dachterrasse und schönem Blick über den Platz. Cafe de France war OK, würde aber nicht unbedingt wieder hingehen – und das nicht nur, weil ich fast von einem Sonnenschirm erschlagen wurde 😉
Nebenbei: Wie Einiges in Marrakesch, wurde auch der Bahia Palast beim Erdbeben 2023 beschädigt und war bei unserem Besuch teilweise Baustelle. Trotzdem: Ein Must-See und dementsprechend immer gut besucht.
Nebenbei: Da wir ziemlich früh los mussten und nicht im Riad Frühstücken konnten, bekamen wir “Lunch Pakete” (Obst, Kuchen, Fruchtjo, etc.).
Übersicht Unterkünfte
Fazit
Ich glaube, wir haben auf dieser Reise so ziemlich alles kulturell Sehenswerte in Ägypten mitgenommen und unfassbar viel über die lange und wirklich spektakuläre Geschichte des Landes gehört und gelernt. Für mich war es wirklich beeindruckend und größtenteils habe ich es echt genossen. Aber alles in Allem war es rückblickend schon sehr (evtl. zu) viel Input in relativ kurzer Zeit. Nach unserer Rückkehr hatte ich irgendwie das Gefühl, ich bräuchte erstmal ein paar Tage Urlaub 😉
















































































































































































